Überlebenskrise für Wiens Sexarbeiterinnen während der Corona-Zeiten des Kampfes

Mit rund 8000 in Österreich legal registrierten Sexarbeiterinnen ist es keine Überraschung, dass die Corona-Virus-Krise die Sexarbeitsbranche ziemlich hart getroffen hat.

Sommer 2020 – wo sind die Kunden von Sexclubs?

Wenn wir ein paar Monate zurückgehen, zurück zum Jahr 2020, in dem wir nie wieder davon sprechen, befinden wir uns im Sommer – einer Zeit, in der Sexarbeiterinnen wieder zu ihren Jobs zurückkehren und ihre Kunden wieder zufrieden stellen konnten. Aber nur für vier dürftige Monate. Und während dieser vier Monate ging das Einkommen der Sexarbeiterinnen aus mehreren Gründen stark zurück. Für den Anfang ging der Tourismus in Österreich (und anderswo) um VIEL zurück, was für die Mädchen immer weniger touristische Kunden bedeutete.

Und selbst die Stammgäste von Sexclubs waren weniger – es wurde für sie immer schwieriger, ihre Wünsche zu erfüllen -, da Arbeit von zu Hause aus eingeführt wurde, kürzere Arbeitszeiten und viele andere Einschränkungen. Viele Kunden entschieden sich also, zu Hause zu bleiben, anstatt in Sexclubs zu gehen…

Bis November 2020 wurden alle Sexarbeitsdienste (Sexclubs, Bordelle, Saunaclubs) wegen der zunehmenden COVID-Infektionen in ganz Österreich verboten. Diese Zeit wird als „Dead Pants“ -Situation bezeichnet.

Enter – Shiva Prugger, die Domina und Gründerin der Berufsvertretung Sexarbeit (BSÖ)

Prugger hatte die unheimliche Idee, eine legale und professionelle Sexarbeitsvereinigung zu gründen, die bei der Arbeit mit Sexarbeiterinnen helfen würde. So kam die Berufsvertretung Sexarbeit (BSÖ) mit ihrer aktuellen Kampagne zum Tragen – Heffen ist sexy, was übersetzt Helping is sexy bedeutet . Das Hauptaugenmerk der Kampagne liegt auf dem Sammeln von Spenden für die Notwendigkeit von Sexarbeiterinnen.

Nachdem Sexclubs geschlossen und Sexarbeiterinnen von ihrer Arbeit ausgeschlossen wurden, sah es für sie schlecht aus. Außerdem konnten sie keinen Härtefonds beantragen (wie jeder andere auch), da sie keine österreichische Kontonummer hatten. Die 8000 legal registrierten Sexarbeiterinnen, die am Anfang erwähnt wurden? Fast alle von ihnen sind keine Eingeborenen, sie kommen aus ganz Osteuropa.

Der Hauptsitz von Prugger hat seinen Hauptsitz in der Beratungsstelle SOPHIE in Wien. Die Beratungsstelle selbst versorgte bereits im letzten Jahr 1000 Sexarbeiterinnen mit Nahrungsmitteln, hauptsächlich aus Spenden.

Wir begrüßen Pruggers Initiative und warten auf weitere gute Nachrichten von ihrer Organisation.

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