Chinesische Frauen in Wien zur Prostitution gezwungen

Offenbar hat eine Menschenhändlerbande zwischen 2011 und 2016 über 70 junge chinesische Frauen in Wien zur Prostitution gezwungen. Gegen die neun Angeklagten, denen Menschenhandel vorgeworfen wird, wurde ein Gerichtsverfahren eingeleitet.

Die chinesischen Mädchen wurden mit dubiosen Methoden angelockt

Unseren Quellen zufolge wurden den chinesischen Frauen, die zur Prostitution gezwungen wurden, legitime Jobs in Wien versprochen, wie etwa Haushaltstätigkeiten und Babysitting. Dies ist die häufigste Methode, mit der Menschenhändler Mädchen in die Prostitution locken, und leider erwies sie sich als ziemlich erfolgreiche Taktik.

Offenbar nahmen die Menschenhändler den chinesischen Frauen nach ihrer Ankunft in Wien die Pässe und Mobiltelefone ab und zwangen sie zur Prostitution. Die Mädchen wurden in ein Studio verlegt, wo sie ohne ihre Zustimmung arbeiten mussten. Die Sexstudios teilten den Frauen mit, dass sie die Kosten abarbeiten müssen, die von der Agentur bezahlt wurden. Das Geld, das sie verdienten, wurde ihnen offensichtlich weggenommen.

Der Mann hinter der Menschenhändlerbande

Es scheint, dass der Boss hinter all dem ein 40-jähriger Chinese ist, der die letzten 22 Monate in Haft saß. Er war in Wien offiziell als Koch registriert, betrieb aber heimlich mehrere Sexstudios, in denen die entführten Mädchen arbeiten mussten.

Laut seinem Anwalt hat der Mann die Studios zwar geleitet, aber es sei nichts Illegales darin passiert. Er erklärte auch, dass die Frauen, die in den Studios arbeiteten, wussten, worauf sie sich einließen, und dass sie nicht gezwungen wurden. Angeblich haben die Mädchen die Hälfte des verdienten Geldes (etwa 8.000 Euro pro Monat) behalten und alles aus freiem Willen getan.

Derzeit warten der Anführer der Menschenhändlerbande und acht weitere Angeklagte auf ihren Prozess, der für Ende März angesetzt ist.

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