Betreiber lizenzierter Bordelle in Wels sagen, dass illegale Prostitution in der Stadt zunimmt und ihre Geschäfte beeinträchtigt. Ein örtlicher Bordellbesitzer behauptet, dass nicht registrierte Sexarbeit, die in Wohnungen und Hotelzimmern ausgeübt wird, Kunden von regulierten Betrieben abzieht.
Ihm zufolge sind derzeit mehr als 30 illegale Sexarbeiterinnen im Raum Wels aktiv. Er argumentiert, dass die Situation legalen Betrieben schadet und gesundheitliche sowie sicherheitsrelevante Bedenken aufwirft.
Regulierte Bordelle unterliegen strengen Gesundheitsvorschriften
In Österreich ist Prostitution legal, unterliegt aber klaren Regeln. Jede Person, die als Sexarbeiterin tätig ist, muss sich bei den Behörden registrieren und ein offizielles Gesundheitsbüchlein führen. Regelmäßige medizinische Untersuchungen sind vorgeschrieben, einschließlich monatlicher Bluttests und gynäkologischer Kontrollen.
Lizenzierte Bordelle müssen ebenfalls gesetzliche Standards erfüllen und werden regelmäßig kontrolliert. Der Bordellbetreiber in Wels sagt, dass diese Kontrollen verpflichtend und dokumentiert sind.
Er erklärt, dass Kunden, die einen registrierten Rotlichtbetrieb besuchen, die Einhaltung der Gesundheitsvorschriften erwarten können.
Er fügt hinzu, dass Inspektionen häufig und detailliert sind und dass legale Betriebe jede Regel befolgen müssen.
Nicht registrierte Sexarbeit entzieht sich der Kontrolle
Der Bordellbesitzer behauptet, dass illegale Prostitution diese Vorschriften nicht befolgt. Ihm zufolge unterziehen sich Personen, die sexuelle Dienstleistungen ohne Registrierung anbieten, keinen offiziellen medizinischen Untersuchungen und zahlen keine Steuern.
Er sagt, dass dieser Mangel an Kontrolle das Risiko von sexuell übertragbaren Infektionen erhöht. Er behauptet auch, dass in illegalen Umgebungen einige Kunden extra für Sex ohne Kondom bezahlen, was die gesundheitlichen Bedenken weiter verschärft.
Nach österreichischem Recht ist das Arbeiten ohne Registrierung oder der Betrieb eines nicht lizenzierten Bordells illegal.
Wohnungen und Hotels werden für Prostitution genutzt
Der Betreiber bringt den Anstieg der illegalen Aktivität mit der COVID-19-Zeit in Verbindung, als viele legale Einrichtungen vorübergehend schließen mussten. Während dieser Zeit entwickelten sich alternative Arrangements.
Er beschreibt ein System, bei dem ein Mittelsmann eine Wohnung in Wels mietet und sie zu einem höheren Preis an Frauen aus Ländern wie Ungarn, Rumänien oder Bulgarien untervermietet.
In einigen Fällen werden Berichten zufolge Hotelzimmer für denselben Zweck genutzt.
Dem Bordellbesitzer zufolge können die Einnahmen auf diesem Schwarzmarkt etwa 150 Euro pro Stunde erreichen, bei zwei bis drei Kunden pro Tag.
Über den finanziellen Wettbewerb hinaus äußert der Bordellbetreiber Sicherheitsbedenken. In regulierten Rotlichtbetrieben sind Mitarbeiter anwesend und bestimmte Sicherheitsmaßnahmen gelten.
In Privatwohnungen oder Hotelzimmern können Personen, die sexuelle Dienstleistungen anbieten, allein mit Kunden sein.
Er sagt, dass Situationen mit Alkohol oder Drogen unvorhersehbar werden können. Ohne Personal oder Sicherheitsdienst vor Ort gibt es möglicherweise nur begrenzten Schutz, wenn ein Konflikt entsteht.
Behörden verweisen auf gemeinsame Verantwortung
Der Bordellbesitzer behauptet, dass es in Wels mittlerweile mehr illegale als legale Sexarbeiterinnen gibt. Er sagt auch, dass lizenzierte Betriebe strengen Kontrollen unterliegen, während nicht registrierte Aktivitäten weitergehen.
Die Polizei antwortete, dass Meldungen über illegale Prostitution verfolgt werden. Sie gibt jedoch an, dass in solchen Fällen in erster Linie die Finanzpolizei und die Gesundheitsbehörden zuständig sind, insbesondere in Bezug auf Steuervergehen und fehlende medizinische Dokumentation.
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