Wir haben kürzlich einen interessanten Artikel auf playboy.de gelesen, der über Glamour und Prominenz hinausgeht. Der Beitrag konzentriert sich auf zwei deutsche Spitzensportlerinnen, die eine hochkarätige Medienplattform nutzen, um tiefergehende Themen im Profisport anzusprechen: Eishockey-Nationalspielerin Franziska Feldmeier und Bob-Weltmeisterin Vanessa Mark.
Als Coverstars der März-Ausgabe 2026 des Playboy machen sie auf Geschlechterstereotype, Körperbild und die ungleiche Wahrnehmung von Leistungssportlerinnen aufmerksam – kurz vor den Olympischen Winterspielen.
Vom Spitzensport zum Playboy-Cover
Der Artikel positioniert Feldmeier und Mark an der Schnittstelle zwischen Spitzensport und kultureller Debatte.
Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele 2026 erscheinen beide Athletinnen auf dem Cover des Playboy. Sie werden nicht nur als Sportstars präsentiert, sondern als Frauen, die neu definieren wollen, wie athletische Körper wahrgenommen werden.
Ihre Entscheidung, für das Magazin zu posieren, wird nicht als Provokation dargestellt, sondern als bewusste Wahl.
Sie soll langjährige Annahmen infrage stellen, dass Stärke, Muskeln und Wettkampfgeist im Widerspruch zu Weiblichkeit stehen.
Damit ordnet der Artikel ihren Auftritt in eine breitere Diskussion über Sichtbarkeit und Respekt im Frauensport ein.
Franziska Feldmeier über Stärke, Weiblichkeit und Eishockey
Franziska Feldmeiers Teil des Artikels konzentriert sich stark auf Körperbild und die Erwartungen, die an junge Leistungssportlerinnen gestellt werden. Sie hebt hervor, dass Mädchen im Sport oft unter Druck gesetzt werden zu hinterfragen, ob sie „weiblich genug” aussehen, während männliche Athleten selten mit vergleichbarer Prüfung konfrontiert werden.
Ihre Botschaft ist klar: Ein athletischer, muskulöser Körper sollte als etwas Positives gesehen werden. Laut Artikel möchte Feldmeier die Vorstellung normalisieren, dass körperliche Stärke und Weiblichkeit keine Gegensätze sind. Sie betont auch, dass Eishockey nicht als reine Männerdomäne betrachtet werden sollte, sondern als Sport, in dem Frauen auf höchstem Niveau mit Können, Disziplin und Hingabe antreten.
Eine persönliche Dimension fügt der Artikel hinzu, indem er anmerkt, dass ihr Playboy-Cover mit einem bedeutenden Moment in ihrer Karriere und ihrem Leben zusammenfällt, da es während des olympischen Turniers und um ihren Geburtstag herum erscheint – ein Symbol sowohl für beruflichen Ehrgeiz als auch für persönliches Selbstbewusstsein.

Vanessa Mark: Identität jenseits von Medaillen und Ergebnissen
Vanessa Marks Geschichte nimmt eine introspektivere Wendung. Während sie auf olympische Medaillen abgezielt hatte, zwang sie eine schwere Knieverletzung kurz vor den Spielen zum Rückzug.
Der Artikel stellt ihren Playboy-Auftritt in diesem Kontext als besonders bedeutsam dar.
Anstatt sich allein auf sportliche Erfolge zu konzentrieren, wird Mark als jemand porträtiert, die als ganze Person wahrgenommen werden möchte. Sie spricht darüber, wie Leistungssportlerinnen oft einfach aufgrund ihrer Physik oder weil sie meist in funktioneller Sportkleidung zu sehen sind, als maskulin wahrgenommen werden.
Indem sie sich in einem anderen Umfeld zeigt, möchte sie demonstrieren, dass Athletik, Selbstbewusstsein und Weiblichkeit auf natürliche Weise koexistieren können.
Der Artikel geht auch auf ihre Ansichten über Selbstakzeptanz ein. Mark reflektiert darüber, wie wichtig es für Sportler – besonders für Frauen – ist, den eigenen Wert auch in Phasen von Verletzungen oder Rückschlägen zu erkennen. In diesem Sinne reicht ihre Geschichte über den Sport hinaus und berührt breitere Themen wie Widerstandsfähigkeit und Selbstwert.

Eine weiterreichende Botschaft über Frauen im Profisport
Insgesamt rahmt der Artikel auf playboy.de beide Athletinnen als Stimmen in einer größeren Diskussion über Gleichberechtigung im Sport. Ihre Auftritte werden nicht als isolierte Medienmomente dargestellt, sondern als Statements gegen enge Definitionen von Weiblichkeit und Erfolg.
Indem Franziska Feldmeier und Vanessa Mark im Mittelpunkt stehen, argumentiert der Beitrag, dass Leistungssportlerinnen nicht auf Leistungsstatistiken oder Stereotype reduziert werden sollten. Stattdessen verdienen sie Anerkennung für ihre Leistungen, ihre Individualität und die Stärke – sowohl physisch als auch mental –, die ihre Karrieren prägt.
