girl in a brothel

Kann ein Bordell gerecht sein?

Das Sexarbeitsgeschäft ist eine der ältesten Dienstleistungen der Welt, auch wenn es noch verpönt ist, kann man leicht sagen, dass diese Branche nie verschwinden wird. Aber es kann verbessert werden. Frauen brauchen in dieser Branche Hilfe, für sie ist Sexarbeit wie jeder andere Job für uns, also warum haben sie nicht das Recht, gleich behandelt zu werden? Die Möglichkeit zu haben, eine Versicherung, eine Rente, Arbeitslosigkeit und ein sicheres Arbeitsumfeld zu erhalten.

Da die Frauen durch die Tabuisierung der Sexarbeit in der Gesellschaft gefährdet sind, hat die Diakonie Karlsruhe versucht, ein neues Projekt zu initiieren, das den Frauen in dieser Branche helfen sollte. Sie versuchten, eine Beratungsstelle, eine mobile Sprechstunde für Prostituierte ohne Krankenversicherung und Wohnungen für Frauen anzubieten, die aus der Branche aussteigen wollen. Ziel des Projekts war es auch, den Bordellen die Möglichkeit zu geben, ein offizielles Qualitätssiegel zu erhalten, basierend auf den Bedingungen, die sie der Sexarbeiterin bieten.

Evangelische Kirche hat mit Bordellbetreibern ein Positionspapier verfasst

Vor einem Jahr verfasste der Sozialdienst der Evangelischen Kirche ein Positionspapier mit Bordellbetreibern mit der Zusage, ein „Gütesiegel für Prostitutionsunternehmen, die sich zur Einhaltung von Standards zum Schutz und Wohl von Frauen verpflichten“ zu verleihen “. Der Sozialdienst der Evangelischen Kirche erregte einen Sturm der Empörung über dieses Projekt.

Der von 150 Prostitutionsgegnern gegründete Verein „Karlsruhe gegen den Sexkauf“ warf der Diakonie vor, Teil eines menschenverachtenden Unterdrückungssystems zu werden.

Die Karlsruher Diakonie hat das als „Puffrobbe“ verunglimpfte Projekt nun stillschweigend begraben. Sie erklärten: „Uns ist aufgefallen, dass der Begriff schlecht gewählt ist“.

In dem neuen Papier werden nun begleitende Seminare für Prostitutionsunternehmen vorgeschlagen, „die sich verpflichten, besondere Standards in Bezug auf Schutz und Wohlergehen von Frauen einzuhalten“.

Statt eines Siegels gilt es nun, bessere Bordelle zu begleiten. Aber gibt es bessere Bordelle?

Ja, sagt Stephanie Klee vom Bundesverband für Sexualdienste (BSD). Sie ist sich sicher, dass es von mehr als 2.100 zugelassenen Bordellen eine beträchtliche Anzahl von Bordellen gibt, die als richtige Unternehmen angesehen werden können, die alle Gesetze einhalten.

Isabell spricht leise, aber bestimmt: „Ich tue das, weil ich es will.“ Die Mittdreißigerin arbeitet als Prostituierte in einem Karlsruher Bordell. Isabell fühlt sich von der Bordellbetreiberin Laura fair behandelt. 

Sauberkeit, ein schönes Ambiente, Unterstützung durch eine Rezeptionistin, Hilfe bei Behördengängen und ggf. ein Alarmknopf bei Problemen mit einem Gast. Dies sind einige der Punkte, die sie schätzt. Ein Kriterienkatalog würde ihr Sicherheitsgefühl stärken.

Corona und die Sexarbeitsbranche

Prostitution war während der Pandemie lange verboten. Bordelle waren monatelang geschlossen. Die Verbände stellten fest, dass viele Frauen weiterhin illegal in Wohnungen, Hotels und im Internet arbeiten.

Simone Heneka von der Freiburger Diakonieberatung „PINK“ registriert mehr Gewalt in der Corona-Zeit, weil die Prostitution ins Dunkel gerutscht ist. Frauen seien beim Üben außerhalb der Bordelle stärker gefährdet, sagt Karlsruhes Diakonie-Chef Wolfgang Stoll.

by SexClub Wien

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