Gericht spricht 29-Jährigen vom Vorwurf der Zwangsprostitution frei

Ein 29-jähriger Mann wurde vom Landgericht wegen einer Reihe von Delikten zu einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Vom Vorwurf der Zwangsprostitution wurde er jedoch freigesprochen. Der Mann soll seine minderjährige Freundin zur Prostitution gezwungen haben.

Abgesehen von der Verurteilung ordnete das Gericht dem Mann an, den Konsum illegaler Substanzen einzustellen und er wird einer Bewährungsfrist von vier Jahren ausgesetzt, außerdem muss er innerhalb der nächsten sechs Monate eine stationäre Drogentherapie beginnen. Bis dahin müsste er sich regelmäßig bei einer Drogenberatungsstelle melden. Während der vierjährigen Bewährungszeit muss er unter Aufsicht bis zu dreimal pro Quartal Urinproben abgeben. Wenn festgestellt wird, dass der Mann die Bewährungsauflagen verletzt hat, muss er eine Gefängnisstrafe absitzen.

Für den Hauptvorwurf der Staatsanwaltschaft Offenburg (schwerer Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung ) sprach das Gericht einen vollständigen Freispruch aus. Der Mann soll seine damals noch minderjährige Freundin anderen Männern gegen Geld angeboten haben. Laut Anklage soll er bis zu 150 Euro verlangt und einbehalten haben. Das wahre Alter seiner Freundin behielt er für sich und soll sein Opfer unter anderem mit Schlägen misshandelt haben.

Das Gericht konnte den Sachverhalt nicht überprüfen

Richter erklärte, das Gericht sei nicht in der Lage, den Sachverhalt dieser Anschuldigungen zu überprüfen. Die zuständige Gutachterin kam zu dem Schluss, dass das mutmaßliche Opfer keine verlässliche Zeugin ist, da sie ihre Geschichte mehrfach geändert hat. Die beteiligten Zeugen hätten die Vorwürfe nach Ansicht des Gerichts nicht ausreichend untermauern können.

Richter betonte: “Aber es blieben noch einige andere Akte übrig“. Er bezeichnete den Prozess auch als „ungewöhnliches Verfahren“.  

Dem Täter wurden mehrfache Körperverletzung, Widerstand gegen Polizeibeamte, Besitz und Handel mit Drogen in großen Mengen, Diebstahl, Sachbeschädigung, Beleidigungen, Morddrohungen, Fahren ohne Führerschein und Fahrerflucht vorgeworfen. Alles soll zwischen 2015 und 2019 passiert sein.

Obwohl er vom Vorwurf der Prostitution freigesprochen wurde , räumte das Gericht ein, dass der Mann tatsächlich seine Freundin geschlagen hat, wie sie behauptete, es sei passiert.

Daraufhin kam das Gericht zu dem Schluss, den Täter auf Bewährung davonkommen zu lassen. Aufgrund der jüngsten positiven Entwicklung sahen die Richter im Verhalten des Mannes keine Gefahr für die Zukunft. Nach der ersten Therapie im Jahr 2019 kam es von der 29-Jährigen zu keinen Gewalttaten mehr. Abschließend wandte sich Richer persönlich an den 29-Jährigen und sagte zu ihm: „Wenn Sie ein weiteres Verbrechen begehen, werden Sie am Ende eine Gefängnisstrafe verbüßen. Dessen müssen Sie sich wohl bewusst sein.“

von SexClub Wien

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