Der frühere Anführer der Hells Angels schweigt zu den Zuhältervorwürfen

In Frankfurt hat der Prozess gegen einen ehemaligen Anführer der bayerischen Hells Angels begonnen . Er soll mehrere Frauen zur Sexarbeit gezwungen haben. Auf Nachfrage wollte er die Situation nicht kommentieren.

Dem 36-jährigen Mann aus Oberbayern werden Zwangsprostitution, Körperverletzung und Drogenbesitz vorgeworfen. Sein Prozess hat am Donnerstag begonnen und er muss sich vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Der Angeklagte äußerte sich jedoch zu Beginn seines Prozesses nicht.

Der Anklage zufolge soll er in seiner Heimat zur Rockerszene gehört haben und als ehemaliger Chef der Hells Angels in Rosenheim eine führende Position bekleidet haben. Demnach hatte er mehreren Frauen eine gemeinsame Zukunft versprochen und sie anschließend zur Prostitution in einer Frankfurter Wohnung gezwungen.

Der Angeklagte wurde am Flughafen festgenommen

Von April 2019 bis Ende 2020 sammelte er bei den Frauen rund 200.000 Euro ein, die er für seinen luxuriösen Lebensstil verwendete. Er soll die Frauen misshandelt haben und gleichzeitig im Besitz von Drogen gewesen sein. Eine der Frauen, die zur Prostitution gezwungen wurde, kontaktierte Ende letzten Jahres die Behörden. Der Angeklagte wurde daraufhin am Frankfurter Flughafen festgenommen.

Möglich ist, dass der im Vorfeld bis März nächsten Jahres angesetzte Prozess nun durch eine sogenannte Verfahrensvereinbarung verkürzt wird. Einen entsprechenden Vorschlag kündigte die Strafkammer für die kommenden Verhandlungstage an. Der ursprünglich geplante Prozessbeginn Ende Oktober war wegen Krankheit eines Richters kurzfristig verschoben worden.

Vorher haben wir geschrieben

Wir haben auch in unseren vorherigen Artikeln über Hells Angels geschrieben:

Der Bremer Innenminister darf weiterhin vor Gericht behaupten, dass ein bestimmter Sexclub in der Stadt der Hells-Angels-Bande gehört. Die Aussage des Ministers diente jedoch nicht als Beweismittel, sie brachte die Behörden dazu, die Hintergründe des Clubs zu überprüfen: Innenminister in Bremen spricht sich gegen die Hells-Angels-Bande aus

Eine Prostituierte sagte, dass der FKK Club Paradise eine Hölle für Mädchen sei, weil der Besitzer Hells Angels und United Tribunes Bandenmitglieder angeheuert hat, um dort als Wachleute zu arbeiten: Anwalt spricht darüber, was Prostituierte im FKK Club Paradise durchgemacht haben

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