Was ist das Grüne Buch für Sexarbeiterinnen in Wien

Wiens Erwachsenenindustrie ist eine der am strengsten regulierten in Europa. Jede Frau, die legal in einem lizenzierten Bordell oder einer Escort-Agentur arbeitet, muss ein offizielles Dokument besitzen, das als Grünes Buch bekannt ist — manchmal auch Gesundheits- oder Kontrollkarte genannt.

Es ist mehr als nur ein Stück Papier; es ist eine Garantie dafür, dass die Person registriert, medizinisch untersucht und vollständig im Rahmen des österreichischen Gesetzes arbeitet.

Hier erfahren Sie, was das Grüne Buch wirklich ist und warum es in der Wiener Sexszene so wichtig ist.

Was das Grüne Buch tatsächlich bedeutet

Das Grüne Buch ist ein persönliches Gesundheits- und Registrierungsdokument, das von der städtischen Gesundheitsdients (MA15) ausgestellt wird.

Es beweist, dass die Inhaberin die erforderliche medizinische Untersuchung absolviert hat und offiziell für die Arbeit in Österreichs legaler Sexindustrie freigegeben ist. Ohne dieses kann niemand in einem lizenzierten Bordell oder einer Escort-Agentur arbeiten.

Jedes Grüne Buch enthält den Namen der Arbeiterin, Ausweisdetails und medizinische Kontrollstempel von regelmäßigen Untersuchungen. Diese Stempel bestätigen, dass die Person gesund und legal zur Arbeit berechtigt ist.

Das System wurde geschaffen, um alle Beteiligten zu schützen — die Arbeiterinnen, die Kunden und den Ruf von Wiens lizenzierten Clubs.

Wo und wie das Grüne Buch ausgestellt wird

Alle neuen Antragstellerinnen beginnen beim Zentrum für Sexuelle Gesundheit (ZSG), das sich am Thomas-Klestil-Platz 8 in Wien befindet. Nach der ersten medizinischen Untersuchung, die eine Blutuntersuchung und einen Standard-Gesundheitscheck umfasst, kann das Grüne Buch etwa eine Woche später bei der MA15 Gesundheitsbehörde abgeholt werden.

Die Ausstellung der Karte kostet etwa 21 €, und jede Folgeuntersuchung kostet etwa 2,10 €. Termine können telefonisch oder per E-Mail vereinbart werden, und die Behörde ist an Wochtagvormittagen geöffnet.

Neue Sexarbeiterinnen müssen ihren Reisepass, eine Aufenthaltsgenehmigung (falls sie keine EU-Bürgerinnen sind) und ein Passfoto mitbringen. Der Vorgang ist schnell — normalerweise 15–30 Minuten für die erste Untersuchung — aber die Karte selbst ist nur an bestimmten Abholtagen verfügbar.

Das Grüne Buch ist keine einmalige Lizenz. Es muss regelmäßig aktualisiert werden. Jede registrierte Arbeiterin muss alle sechs Wochen zu einer medizinischen Untersuchung erscheinen, bei der Ärzte einen neuen Stempel zur Karte hinzufügen. Ohne aktuellen Stempel wird sie ungültig, und ohne sie zu arbeiten ist ein Verstoß gegen österreichisches Recht.

Diese kontinuierliche Überwachung hält Wiens beste Bordelle unter den saubersten und sichersten in Europa. Manager und Agenturen überprüfen jede Karte, bevor sie eine Arbeiterin einplanen, und Inspektoren der Stadt kontrollieren sie gelegentlich, um die Einhaltung sicherzustellen.

Warum das Grüne Buch alle schützt

Für Kunden bietet die Existenz des Grünen Buchs die Gewissheit, dass sie ein vollständig legales Bordell oder eine Escort-Agentur besuchen, in der das Personal Gesundheits- und Sicherheitsstandards erfüllt. Für die Frauen bietet es offiziellen Status, medizinische Unterstützung und rechtlichen Schutz vor Ausbeutung.

Es trennt auch legale Lokale von der illegalen Wohnungsszene, wo keine solche Dokumentation existiert und Polizeirazzien häufig sind. Mit anderen Worten: Das Grüne Buch macht Wiens Erwachsenengeschäft professionell statt unterirdisch.

Nach Erhalt des Grünen Buchs muss sich jede legale Arbeiterin auch beim Referat für Prostitutionsangelegenheiten der Wiener Polizei am Deutschmeisterplatz 3 registrieren. Dort erhalten sie ein Registrierungszertifikat, das bestätigt, dass sie berechtigt sind, in Österreich zu arbeiten.

Beide Dokumente — die Polizeiregistrierung und das Grüne Buch — müssen während der Arbeit jederzeit mitgeführt werden. Wenn eines fehlt oder abgelaufen ist, gilt die Person als nicht lizenziert. Bordellbesitzer und Agenturen, die diese Regel missachten, riskieren Geldstrafen oder sogar die Schließung.

Schlusswort

Das Grüne Buch mag wie ein kleines Stück Papier aussehen, aber es bildet das Rückgrat von Wiens legaler Sexindustrie. Es beweist, dass die Person, die es besitzt, medizinisch untersucht, registriert und im Rahmen des Gesetzes arbeitet.

Für Clubs ist es ein Zeichen der Konformität; für Arbeiterinnen ein Schutzschild; und für Kunden ein Zeichen des Vertrauens.
Kurz gesagt: Das Grüne Buch trennt Wiens regulierte Bordelle vom Untergrund — und ist der Grund, warum die Stadt eines der sichersten und angesehensten Erwachsenenziele in Europa bleibt.

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